PG Vorspessart

Der Marienmonat Mai ist in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria geweiht. Auch in unserer PG begrüßten Katholiken die Maienkönigin.

In Feldkahl versammelten sie sich zu einer Messfeier mit Vikar Berger, in Rottenberg gestalteten Laien eine Maiandacht am Abend.

Ebenfalls am frühen Abend luden Vikar Alexander Berger und Pastoralreferent Johannes Dürig zu einer musikalischen Maiandacht nach Sailauf ein: Lesungen und Gebete stellten Maria als die Herzogin von Franken und die Schutzfrau von Bayern, die „Patrona Bavariae“ in den Mittelpunkt. Durch ihr gläubiges Vertrauen und ihren Gehorsam auf den Anruf Gottes hin wurde Maria zur Mutter aller Glaubenden und zum Urbild der Kirche.

Die Gläubigen beteten unter der Leitung des Vikars in den verschiedenen Anliegen von Kirche und Welt, besonders um den Frieden. Nach der Schriftlesung konnten sie ihre Gedanken zu wunderbarer Orgelmusik schweifen lassen und sich in das Leben Mariens hineindenken. Johannes Dürig ließ in seine abwechslungsreichen Orgelimprovisationen Themen bekannter Marienlieder einfließen.

Die barocke Marienfigur in der Pfarrkirche St. Vitus war reich mit Blumen geschmückt. Zur Aussetzung des Allerheiligsten in der Monstranz verehrten die Mitfeiernden Jesus Christus, der im Brot des Lebens unter uns gegenwärtig ist und auf den Maria immer wieder hinweist. Mit dem eucharistischen Segen und dem Singen der Bayernhymne endete die Maiandacht.

Alle Gläubigen sind den ganzen Mai über zu den Maiandachten in den Kirchen und den Kapellen Mariä Heimsuchung in Eichenberg, der Waldkapelle Rottenberg und der Feldkahler Kapelle eingeladen.

Text und Fotos: Susanne Mahlmeister

  

Hintergrund:

Marienmonat Mai

Eine Form der Wertschätzung der „Maienkönigin“ ist die Maiandacht, bei der Gläubige meist an den Abenden Maria mit Gebeten und Gesängen ehren. Die Freude über die Blütenpracht des Frühlings mischt sich hier mit dem Lob auf die „schönste Himmelsblüte“, wie Maria in einem Maienlied bezeichnet wird. Der Gottesmutter wird alles empfohlen, „was grünt und blüht auf Erden“.

Die fromme Andachtsübung entwickelte sich in der Barockzeit und erfuhr ihre allgemeine Verbreitung im 19. Jahrhundert. Seinen Ursprung hat der Lobpreis Marias aber bereits im neutestamentlichen Lobgesang der Mutter Jesu, dem Magnifikat. In der Diözese Würzburg setzte sich die Maiandacht im Jahr 1858 durch. Aus dieser Zeit stammen auch die gängigen Marienlieder zur Maienzeit. Das bekannteste Lied „Maria Maienkönigin“ textete Guido Görres 1842, die Melodie stammt von Joseph Mohr.

Im Volksbrauchtum bildete sich vor allem bei Kindern der fromme Brauch heraus, sich zuhause selbst einen so genannten Maialtar zu bauen und mit Blumen zu schmücken. Der Würzburger Bischof und spätere Kardinal Julius Döpfner sprach vom „Frankenland“ als „Marienland“. Die Maiandachten werden auch für thematische Predigtreihen zum Thema Maria genutzt.

An zahlreichen Wallfahrtsorten der Diözese Würzburg finden in den kommenden Wochen Maifeiern zu Ehren der Gottesmutter statt. Bekannte Wallfahrtsorte sind beispielsweise die Wallfahrtskirche Mariabuchen (Landkreis Main-Spessart), die Wallfahrtskirche „Maria im Sand“ in Dettelbach (Landkreis Kitzingen), Maria Ehrenberg im Truppenübungsplatz Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) oder das Würzburger Käppele. Sie alle sind Teil des „Fränkischen Marienwegs“. Dieser rund 1920 Kilometer lange Fernwanderweg berührt 87 Wallfahrtsorte im Bistum Würzburg und im Erzbistum Bamberg.

(Pressedienst Ordinariat Würzburg)

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