Nach einer langen und intensiven Vorbereitung war es mit Beginn der Sommerferien endlich so weit: Die von den Ministrantinnen und Ministranten ersehnte Romwallfahrt stand bevor!
Wochenlang hatten sich alle auf diese besondere Reise eingestimmt – mit Infoabenden, Planungstreffen und der gemeinsamen Anschaffung der Wallfahrts-T-Shirts, die schnell zu einem sichtbaren Zeichen der Gemeinschaft wurden.
Für unsere Gruppe aus der Pfarreiengemeinschaft Sankt Vitus im Vorspessart begann das Abenteuer in Hösbach-Bahnhof. Dort wurden wir vom Bus abgeholt, der jedoch Verspätung hatte, da er in der Bahnunterführung stecken geblieben war. Nachdem wir schließlich einsteigen konnten, fuhren wir nach Würzburg, wo uns am Nachmittag im Dom der Aussegnungsgottesdienst mit Bischof Jung erwartete.
Nach dem Reisesegen erhielten alle Teilnehmenden ihre Pilgerpakete – gefüllt mit Trinkflasche, Kappe, Pilgertuch, Bauchtasche und vielem mehr – und dann ging es los: Rund 18 Stunden Busfahrt lagen vor uns. Die Stimmung war trotz der langen Fahrt bestens – voller Lachen, Musik und gespannter Vorfreude auf das, was uns in Rom erwarten würde.
Nach einer viel zu kurzen Nacht im Bus kamen wir am Montagmittag, 29. Juli, an der Bahnstation Montebello bei Rom an. Von dort ging es mit Zug und U-Bahn direkt in die Stadt – und schon wartete das erste Highlight: ein Mittagsimbiss und ein Eis am Trevi-Brunnen, gemeinsam mit Generalvikar Dr. Jürgen Vondran.
Ein anschließender Spaziergang durch die Altstadt führte uns zu vielen weltbekannten Plätzen: die Spanische Treppe, die Piazza del Popolo, das Pantheon und die Piazza Navona beeindruckten uns mit ihrer Geschichte und Schönheit. Bei den sommerlich heißen Temperaturen suchten wir immer wieder schattige Plätze auf – und das frische Wasser aus den unzähligen Straßenbrunnen wurde zu unserem treuen Begleiter.
Am Abend bezogen wir unsere Unterkunft und ließen den ersten Tag mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel ausklingen.
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Begegnung mit Papst Franziskus
Am Dienstag, 30. Juli, feierten die Gruppen aus Mainfranken und dem Spessart einen stimmungsvollen Gottesdienst in St. Anselmo auf dem Aventin. Anschließend genossen wir die wunderschöne Aussicht über Rom und bestaunten den Zirkus Maximus sowie das Kolosseum. Am späten Nachmittag machten wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg zur Papstaudienz.
Trotz der glühenden Hitze herrschte eine großartige Stimmung unter den über 50.000 Ministrantinnen und Ministranten aus aller Welt. Lieder, Jubel und Gebete erfüllten den Platz, als der Papst eintraf. Ein unvergesslicher Moment – auch wenn aufgrund des Andrangs nicht alle ganz nah herankamen. Dank gemeinsamer Fotos und Erzählungen konnten jedoch alle diesen besonderen Augenblick miteinander teilen.
Der Abend stand anschließend zur freien Verfügung – Pizza, Pasta und Gelato waren dabei für viele die erste Wahl.
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Unterwegs in Rom
Jeden Morgen brachte uns der Bus vom Hotel zur Bahnstation, von wo aus wir mit dem Zug in Richtung Rom fuhren. Diese Fahrten wurden schnell zur vertrauten Routine – mit müden Gesichtern am frühen Morgen, fröhlichen Gesprächen und gespannter Vorfreude auf das Tagesprogramm.
Die folgenden Tage verbrachten wir in kleineren Gruppen, die jeweils eigene Schwerpunkte setzten: Einige besichtigten den Petersdom, das Petrusgrab oder stiegen auf die Kuppel hinauf, um den atemberaubenden Blick über die Stadt zu genießen. Andere zog es ans Meer, um kurz zu entspannen und neue Energie zu tanken.
Natürlich standen auch Sehenswürdigkeiten wie das Pantheon oder die Engelsburg auf dem Programm. Zwischendurch suchten wir immer wieder Zuflucht im klimatisierten Pilgerzentrum, wo die Gemeinschaft der Wallfahrer aus ganz Deutschland besonders spürbar wurde.
Am Donnerstag, 1. August, besuchten wir zunächst die prachtvolle Basilika Santa Maria Maggiore. Außerdem nutzten wir die Möglichkeit, mit dem Hop-on-Hop-off-Bus die markantesten Punkte Roms nochmals zu besuchen – denn manches liegt doch weiter auseinander, als man denkt. Bei den hohen Temperaturen war das Sonnendach ideal für eine entspannte Stadtrundfahrt. Von dort aus ging es zu Fuß weiter zum Lateran, wo wir gemeinsam mit vielen Gruppen aus den Bistümern Würzburg und Bamberg einen feierlichen Gottesdienst feierten – getragen von Gesängen, Gebeten und der spürbaren Verbundenheit im Glauben.
Am Freitag, 2. August, hieß es dann Koffer packen und Zimmer räumen. Bevor wir die Rückfahrt antraten, besuchten wir noch die Callixtus-Katakomben. Bei einer Führung erfuhren wir viel über die frühchristliche Bestattungskultur. Am Nachmittag rundete ein Abschlussgottesdienst die Woche in Rom ab. Anschließend stärkten wir uns noch einmal mit gutem italienischem Essen für die Heimfahrt. Es war eine sehr anstrengende und heiße Woche, die trotz mancher organisatorischen Komplikationen viele schöne Erinnerungen hinterlassen hat.
Am Samstagmittag erreichten wir schließlich müde, aber mit tollen Erlebnissen im Gepäck wieder unsere Heimat. Trotz kleiner Herausforderungen – Verspätungen, Hitze oder organisatorische Hürden – überwogen eindeutig die positiven Eindrücke: die Begegnungen, das Lachen, die Gebete, das Miteinander. Auch für unsere erfahrenen Betreuerinnen und Betreuer war die Reise bereichernd – für alle gab es Höhepunkte und kleine Stolpersteine, und genau das machte diese Wallfahrt so besonders und authentisch.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Betreuerteam, das mit großem Einsatz und Geduld für einen reibungslosen Ablauf sorgte, sowie allen, die uns durch ihre Unterstützung, Spenden oder Gebete begleitet haben.
Die Romwallfahrt 2024 war für die kirchliche Jugendarbeit der Pfarreiengemeinschaft Sankt Vitus im Vorspessart ein unvergessliches Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird – eine Woche voller Gemeinschaft, Glauben und Freude.












































