PG Vorspessart

Den Palmsonntag begingen Katholiken der Pfarreiengemeinschaft mit Palmprozession und Messfeier am 29. März 2026 in Sailauf.

Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Mit diesen Rufen empfingen viele Menschen Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem, so berichtet es das Matthäusevangelium. (Mt. 1-11). Sie schnitten Zweige von den Bäumen und legten Kleider auf den Weg.

Traditionell hatten die Gläubigen Palmsträußchen mitgebracht und sich am Platz vor der Aussegnungshalle versammelt. Vikar Berger trug das Evangelium vor und verwies auf den traurigen Umstand, dass in diesem Jahr wegen der Kriegshandlungen die Palmprozession in Jerusalem abgesagt worden sei. Er rief alle zum solidarischen Gebet für den Frieden im Heiligen Land und überall auf der Welt auf und segnete die Palmsträußchen. Dann setzte sich die Prozession in Richtung Vituskirche in Bewegung.

Mitglieder des Musikvereins Sailauf begleiteten die Prozessionslieder. Vor der Kirchentüre sang der Vikar einen Psalm mit dem Kehrvers „Hebt euch ihr Tore, denn der König kommt!“ Dazu stieß er mit dem Vortragekreuz an die Türe, die von innen geöffnet wurde. Die Orgel setzte feierlich ein und die Gläubigen strömten ins Kirchenschiff. Ein echter Gänsehautmoment! Äußere Zeichen sollen innere Einkehr bewirken.

Vom „Hosanna!“ zum „Kreuzige ihn!“ ist es nicht weit – damals wie heute. Das belegte die Passionsgeschichte, die mit verteilten Rollen vorgetragen wurde. Sie berichtet von Verrat und Gefangennahme Jesu, Verurteilung, Kreuzweg und Tod am Kreuz.

Danach schlossen sich Fürbitten und die Messfeier an. Vikar Berger lud am Ende des eindrücklichen Palmsonntags die Anwesenden zur Mitfeier der verschiedenen Andachten und Messfeiern in der Karwoche bis hin zum Osterfest ein, um in das Geheimnis der letzten Tage Jesu bis hin zu seiner Auferstehung einzutauchen.

Text und Fotos: Susanne Mahlmeister

„Öffne die Tore, Jerusalem, grüß ihn mit Palmen.
Siehe, dein König naht, sing ihm die herrlichsten Psalmen.
Gib ihm Geleit, denn er ist sanft und bereit,
sterbend den Tod zu zermalmen.“

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