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Patrozinium – Das Vituspatrozinium feierten Sailaufer Katholiken am Sonntag, dem 18.06.2017, mit einem Hochamt und anschließendem eucharistischen Umgang. Der heilige Vitus erlitt um das Jahr 304 in jungen Jahren das Martyrium. Er gehört zu den 14 Nothelfern.

In der Diözese Würzburg haben 16 Kirchen den heiligen Vitus (Veit) als Schutzpatron. Die Legende besagt, er habe unter dem römischen Kaiser Diokletian in einem Kessel mit siedendem Öl den Tod gefunden, weil er sich zum christlichen Glauben bekehrt hatte.

Die entsprechende Figur in der Pfarrkirche war an diesem Sonntag mit roten Rosen, grünen Zweigen und Kerzen prächtig geschmückt und für alle gut sichtbar auf den Taufstein gesetzt worden. Die beiden Vituslieder, die die Gemeinde im Gottesdienst sang, beschrieben Leben und Sterben des Heiligen. 

Vitus habe bereits in jungen Jahren erkannt, dass Gott sich mit Güte, Barmherzigkeit und Liebe den Menschen zuwende, sagte Pfarrer Schüller. So habe er sich trotz großer Gefahren zum Christentum bekannt und sei bis in den Tod standhaft geblieben. Der heilige Vitus werde auch als Schutzpatron unserer Pfarreiengemeinschaft verehrt.

Aufgabe der Kirche, zu der wir alle gehören, sei es, die Gegenwart Gottes in dieser Welt glaubhaft zu vermitteln. Alle Gläubigen seien aufgerufen, Zeugnis von der Liebe Gottes abzugeben. Dies geschah im Anschluss an die Messfeier außerhalb der Vituskirche mit einem eucharistischen Umgang. Sonnenschein und Wärme lieferten optimale Bedingungen dafür. 

 vergrößernPatrozinium St. Vitus am 18.06.2017 in Sailauf Susanne Mahlmeister

Der Pfarrer trug das Allerheiligste in der Monstranz, begleitet von Himmel- und Kerzenträgern, Messdienern, Musikern und Gemeindemitgliedern. Mit Gebeten und Gesängen zog die Prozession vom oberen Friedhofstor den Weg hinauf bis zur Einmündung in die Rottenberger Straße und wieder zurück. In der Kirche verehrten die Gläubigen die ausgesetzte Hostie mit Te Deum , Tantum Ergo und Oration. Dann erhielten sie den eucharistischen Segen.

Zum Ausklang erschallte der fränkische Mariengruß „O Himmlische Frau Königin“. Pfarrer Schüller dankte allen, die zum guten Verlauf des Umganges beigetragen hatten. 

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