Die drei österlichen Tage feierte in diesem Jahr Vikar Berger mit den Katholiken der Pfarreiengemeinschaft in der Sailaufer Pfarrkirche St. Vitus.
Zum sogenannten Triduum gehören der Gründonnerstag mit der Abendmahlsmesse, der Karfreitag mit der Liturgie vom Leiden und Sterben Christi, sowie die Osternacht, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird.
Die drei Feiern bildeten einen einzigen Gottesdienst, erklärte Vikar Alexander Berger. Viele Zeichenhandlungen ließen die Mitchristen tiefer in die österlichen Geheimnisse eintauchen:
Die Fußwaschung am Gründonnerstag und die Einsetzung der Eucharistie weisen auf die grenzenlose Liebe Jesu zu uns Menschen hin.
Am Karfreitag zeigt Jesu Leiden und Sterben diese Liebe bis zur letzten Konsequenz. Doch der Tod hat nicht das letzte Wort. Von diesem Glauben sei auch der heilige Franziskus von Assisi durchdrungen gewesen, der sogar die fünf Wundmale Jesu am eigenen Leib getragen habe, sagte der Vikar. Die Passionsgeschichte wurde mit verteilten Rollen vorgetragen. An deren Ende enthüllte eine Ministrantin die Figur des Leichnams Jesu im Heiligen Grab.
Das Heilige Grab in St. Vitus war zu Andachten und Trauermetten mit farbigen Lampen mystisch beleuchtet und mit Blumen geschmückt.
Die Osternacht begann an der Aussegnungshalle mit dem Osterfeuer. Hier entzündeten Vikar Berger und Pastoralreferent Johannes Dürig die Osterkerze und trugen sie in die dunkle Kirche. Zum Exsultet vermehrte sich das Licht nach und nach, durch die Kerzen der Kirchenbesucher. Nach vier alttestamentarischen Lesungen erklang das festliche Gloria, begleitet von der Orgel, den Altarschellen und Turmglocken. In diesen Osterjubel stimmte die Gemeinde freudig ein.
Das Osterevangelium nach Matthäus berichtete von Frauen, die von einem Engel am leeren Grab erfuhren: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ (Mt 28,1-10)
Christen hätten bis heute den Sendungsauftrag, diese hoffnungsvolle Auferstehungsbotschaft in die Welt zu tragen, in der Kriege, Tod und Leid der Menschen überhandzunehmen drohen, so Vikar Berger. Wir sollten uns von einem liebenden Gott erlösen lassen, um zur Fülle des Lebens zu finden und nicht darin nachlassen, für den Frieden einzutreten.
Allerheiligenlitanei, Taufwasserweihe und die Messfeier schlossen sich an. Eine große Schar fleißiger Ministrantinnen und Ministranten erfüllten die drei Tage über gewissenhaft ihren Dienst. Dafür lobte sie Vikar Berger und beschenkte sie am Ende weit nach Mitternacht mit bunten Ostereiern. Sein Dank galt zudem allen, die mitgeholfen haben, dass die Gottesdienste in einem würdigen Rahmen ablaufen konnten.
Weitere Ostergottesdienste fanden in Eichenberg, Rottenberg und Feldkahl statt. Die Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft sind bis über die Ostertage hinauf österlich geschmückt. Die Osterzeit dauert 50 Tage – bis zum Pfingstfest.
Freu dich, erlöste Christenheit, freu dich und singe,
der Heiland ist erstanden heut, Halleluja.
Sing fröhlich: Halleluja! (GL 337)
Text und Fotos: Susanne Mahlmeister

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